SPÖ Hornstein

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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung


03.12.2022
​Der 3. Dezember – PURPLE Light UP – Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung
Text von Johannes Schwarcz

Seit 03.Dezember 1993 wird der „Internationale Tag der Behinderten“ begangen. Zum Abschluss des Jahrzehnts (1983 bis 1993) wurde durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Resolution 62/127 verabschiedet, in dieser wird der Umgang mit Menschen mit Behinderungen geregelt und ebenfalls, dass der 03. Dezember der Gedenktag ist.

Im Dezember 2007 wurde dieser in „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen“ umbenannt. Zu dieser Zeit startet auch die Aktion Purple Light up.

Worum handelt es sich dabei?

Weltweit werden am Abend des 03. Dezember, öffentliche Gebäude, in Lila Licht gesetzt. Auch in Österreich sind viele Städte mit dabei. Aber leider wissen die wenigsten Mitmenschen, was dieses Lila bedeutet, außer man ist betroffen, hat einen Angehörigen, der eine Behinderung hat oder ist vielleicht selbst behindert.

Leider ist es nicht nur in Österreich so, sondern auch in vielen anderen Ländern, dass die UN-Behindertenrechtskonvention, immer noch nicht umgesetzt oder in der Arbeitswelt, sprich vielen Kollektivverträgen, noch nicht Fuß gefasst hat.  Noch immer gibt es große Hürden in der Bildung und in der Berufsausübung von behinderten Jugendlichen und Erwachsenen. In der Bildung, heißt nach der 9. Schulstufe fehlt es oft an persönlicher Assistenz in den Bildungseinrichtungen. Auch wenn vieles, heut zu Tage, auch digital erledigt werden kann oder Lernveranstaltungen digital stattfinden, vergessen wir oft daran, dass zum Beispiel Sehbehinderte auch dabei spezielle Bedürfnisse haben. Diese können oft, ohne persönliche Assistenz nicht bewerkstelligt werden.

Die Aktion von Ö3, die heuer im Sommer gelaufen ist, soll auch veranschaulichen, dass es genügend junge Menschen gibt, die gerne einen Beruf erlernen würden oder in Ihrem Beruf, den sie oft vor einen möglichen Unfall gehabt haben, weiterarbeiten. Menschen mit Behinderungen, die zu fast 90% körperlich sind, haben ein Recht als vollwertige Arbeitskräfte mit speziellen Bedürfnissen angesehen zu werden und nicht wie es oft und da vor allem in Österreich ist, dass Menschen mit Behinderungen in Werkstätten ihre Arbeitsleistung erbringen, wobei diese nicht als Erwerbsarbeit gilt. Am Ende des Monats gibt es dafür kein Gehalt, sondern nur ein Taschengeld. Betroffene haben auch keinen oder nur sehr geringeren Anspruch auf Sozial- und Pensionsversicherung oder auf einen Kollektivvertrag, obwohl sie auch ihre Arbeitsleistung bringen. Dies sollte sich eigentlich, mit einer Umstellung, auf einen „Inklusiven“ Arbeitsmarkt ändern, aber leider wie gesagt, wird diese Umsetzung seit Langem verzögert und verschoben.

Menschen mit Behinderungen müssen für ihre Arbeit angemessen entlohnt werden und auch Zugang zu Sozialleistungen haben und natürlich auch in Pension gehen können. Das sollten wir nicht extra noch erwähnen müssen, dass sie sich von ihrer Pension genauso wie Menschen ohne Behinderung, ihr Leben leisten können müssen.

Gerade jetzt, wo überall Arbeitskräfte gesucht werden, sollte der Zugang für Menschen mit Behinderungen, besser möglich sein, aber leider haben noch viele Arbeitgeber Vorurteile gegenüber solchen Menschen. Warum? Mir gegenüber wurde es argumentiert, dass „Behinderte sowieso viel mehr krank wären und anfälliger seien, was keinesfalls bewiesen ist und nur von Vorurteilen herstammt, außerdem bekommt man die mit ihren „Einstellscheinen“ ja nicht mehr raus und dadurch haben sie nur „Besserstellungen“ den anderen Arbeitnehmern gegenüber. Jeder soll seine Chance haben, um zu zeigen, was er/sie kann. Im 21 Jahrhundert sollten wir uns von unsinnigen Vorurteilen nicht mehr treiben lassen. Wir alle sollten unsere Solidarität für Menschen mit speziellen Bedürfnissen zeigen. Eine kleine Kerze kann unter Umständen die Politik, die Arbeitgeber und sogar die Gewerkschaften, zum Umdenken bringen, daher lassen Gemeinden und Städten, am 03. Dezember ihre Fenster in Lila erstrahlen.

Im August 1963 gab es einen Mann, der beim Marsch auf Washington eine Rede hielt, diese begann mit den Worten „ I have a dream – Ich habe einen Traum“  es ging dabei um die Bürgerrechtsbewegung in Amerika, um die Rassentrennung und die Ungleichbehandlung.  Diese Forderungen kann man auch noch in die heutige Zeit übertragen und auch sagen „ I have a dream“ nämlich, dass alle Menschen gleich sind, egal welcher Herkunft, welcher Rasse, welcher Sexuellen Einstellung und welcher Speziellen Bedürfnissen und Behinderungen. Diese Werte sind in der Sozialdemokratie verankert. Bei der Klausur der SPÖ Hornstein Mitte November wurde Johannes Schwarcz zum Beauftragten für Diversitiy, Inklusion und Integration ernannt.  

Es wird Zeit unseren Mitmenschen, das zu geben, was sie sich wünschen, nämlich ein Lebenswertes Leben mit oder ohne Behinderung.

Vielleicht schaffen wir es, in unserem kleinen Umfeld, Leute zum Umdenken zu bewegen, dann werde der nächste Schritt das „Größere“.

In diesem Sinne wünschen wir einen schönen Lila 03. Dezember, "Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen“ und arbeiten an einem Umdenken in unserer Gesellschaft.